Liebe Göttingerinnen und Göttinger,

Göttingen steht vor wichtigen Entscheidungen. Unsere Stadt wächst, verändert sich und braucht wieder eine klare, mutige und zugleich menschliche Führung. Deshalb kandidiere ich am 13. September 2026 für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Göttingen. Ich möchte Göttingen sozial gerecht, wirtschaftlich stark und nachhaltig in die Zukunft führen. 

Keine andere deutsche Stadt hat so viele Nobelpreisträger hervorgebracht wie Göttingen. Bis heute ist Göttingen Wissenschaftsstadt mit internationaler Ausstrahlung. Unsere Stadt ist ein lebenswerter Ort für Familien, Auszubildende, Studierende, Seniorinnen und Senioren und Heimat engagierter Bürgerinnen und Bürger. Sowohl im Sport als auch in der Kultur sind wir auf internationalem Spitzenniveau – sei es Olympia, die Bundesliga oder die Schauspiel- und Musikbühnen dieser Welt. Dieses große Potenzial möchte ich nicht nur erhalten, sondern gemeinsam mit Ihnen voranbringen!

Herzlichst Ihr

Dr. Ehsan Kangarani

Aktuelle Termine

Am 16. März stelle ich mich gemeinsam mit den anderen Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten der Podiumsdiskussion von H+G Göttingen Vereinigung der Haus- und Grundbesitzer. 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der “Alten Mensa”, Adam-Trott-Saal (1.OG), Wilhelmsplatz 3 in Göttingen.

Ich freue mich auf eine faire, sachliche Diskussion und vor allem auf den Austausch mit Ihnen.

Göttingen

1-Sozialer-Zusammenhalt.jpg

Göttingen mit soliden Finanzen und einer starken Wirtschaft voranbringen.

Wesentliches Ziel ist die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit Göttingens durch eine starke lokale Wirtschaft und verbesserte Einnahmen ohne Steuererhöhungen. Hierzu sollen neue Gewerbeflächen, etwa am Schützenanger oder der Saline, ausgewiesen, bürokratische Verfahren vereinfacht und interkommunale Projekte realisiert werden. 

Während Unternehmen durch innovative Lösungen umweltschonend expandieren und Arbeitsplätze sichern, werden zusätzliche Belastungen für Bürgerinnen und Bürger ausgeschlossen und freiwillige Verwaltungsausgaben konsequent auf ihre Notwendigkeit geprüft.

IMG_0979.jpg

Göttingen durch Sport und Ehrenamt voranbringen.

Ich bekenne mich klar zur BG Göttingen als sportlichem Aushängeschild unserer Stadt. Spitzen- und Breitensport gehören für mich zusammen und werden gleichermaßen gefördert. Sport und Ehrenamt sind eine soziale Verpflichtung: 

Alle Göttingerinnen und Göttinger sollen Zugang zu Sport haben. Deshalb sichern und modernisieren wir unsere Sportstätten, bauen nötige Hallenkapazitäten aus und halten die Nutzung für Vereine kostenlos, während wir Anlagen stärker für Individualsport öffnen.

Gleichzeitig stärke ich das Ehrenamt, baue Bürokratie ab und übertrage Vereinen mehr Verantwortung, insbesondere bei Fördergeldern.

DSC_0173_Kopie-2.jpg

Göttingen mit Sicherheit und Ordnung voranbringen.

Sicherheit ist für mich die Grundlage unserer Lebensqualität. Wo das Unsicherheitsgefühl wächst – besonders in der nördlichen Innenstadt – müssen wir klare Präsenz zeigen und den Rechtsstaat konsequent durchsetzen. Die Einführung einer Waffenverbotszone unterstütze ich ausdrücklich. Eine moderne und gut ausgestattete Feuerwehr ist Pflicht, ebenso der Ausbau der Feuerwehrhäuser. 

Auch Sauberkeit gehört zur Sicherheit – bei der Müllentsorgung darf nicht gespart werden. Den Stadtordnungsdienst werde ich zu einer modernen Stadtwache nach dem Vorbild von Hannover und Braunschweig ausbauen, um durch mehr Präsenz in Innenstadt und Wallanlagen Sicherheit zu stärken, schnell zu helfen und Straftaten vorzubeugen.
 

DSC_2066.jpg

Göttingen mit bürgernaher und moderner Verwaltung voranbringen.

Wesentliches Ziel ist die Schaffung einer effizienteren und kostengünstigeren Verwaltung durch eine aufrichtige Aufgabenkritik und Einsparungen im Personalbereich, ausdrücklich ohne Entlassungen. Um den Service für die Bürger zu verbessern, sollen Hierarchien verschlankt, Aufgaben gebündelt und Prozesse konsequent digitalisiert werden, insbesondere im Bürgerbüro. 

Durch antizyklische Terminmodelle und eine Ausrichtung an den Bedürfnissen von Berufstätigen soll Göttingen im Wettbewerb der Kommunen bestehen. Eine intelligente Organisation und klare Zuständigkeiten sollen dabei helfen, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Dienstleistungsqualität zu erhöhen.

Mein Weg

Göttingen ist meine Heimat.

Geboren bin ich 1981 in der iranischen Hauptstadt Teheran. Bereits seit über 40 Jahren lebe ich in meiner Heimat Göttingen. Mit unseren beiden Kindern leben meine Frau Laura Maria und ich im Göttinger Stadtteil Hetjershausen.

Mein beruflicher Weg.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Promotion an der Universität Göttingen bin ich in die Niedersächsische Justiz gegangen. Nach vielen Jahren in verantwortungsvollen Funktionen in Justiz und Verwaltung bin ich heute Oberstaatsanwalt in Göttingen.

Mein kommunalpolitisches Engagement für Göttingen.

Seit 2021 bin ich Ratsherr der Stadt Göttingen und ehrenamtlicher Bürgermeister. Als Vorsitzender des Bauausschusses und Mitglied des Finanzausschusses gestalte ich zentrale Entscheidungen zur Stadtentwicklung und zu den Finanzen unserer Stadt aktiv mit.

Mein ehrenamtliches Engagement für Göttingen.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Diakonie Christophorus engagiere ich mich bereits seit vielen Jahren im gemeinnützigen Bereich. Ich bin Mitglied in zahlreichen Vereinen, von der Freiwilligen Feuerwehr bis zur Händelgesellschaft. Zudem bin ich stolzer Alumnus unserer Universität.

Kangarani-Goettingen5.jpg

Erfolge und Ziele

Ich will Göttingen wieder handlungsfähig machen. Der entscheidende Hebel hierfür ist eine starke lokale Wirtschaft. Durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen – sowohl für bestehende Firmen als auch zur gezielten Neuansiedlung – will ich unsere heimische Wirtschaft auf breitere Schultern stellen und so die Einnahmesituation unserer Stadt verbessern. Hierzu gilt es vor allem, Bürokratie abzubauen und Verfahren zu vereinfachen. Damit stärken wir nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern sichern auch Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort.

Vorhandene Unternehmen müssen sich bei minimalem Eingriff in die Natur erweitern können. In einer Stadt der Wissenschaft kann und wird es hierzu innovative Lösungen geben. Wo keine Wohnbebauung möglich ist, wie etwa im Bereich der Saline am Greitweg oder am Schützenanger, müssen diese Flächen konsequent für das Gewerbe genutzt werden. Darüber hinaus gilt es, interkommunale Projekte zu realisieren, um Risiken, Chancen und Einnahmen partnerschaftlich mit anderen Kommunen zu teilen.

Was es nicht geben darf, ist eine weitere Belastung der Bürgerinnen und Bürger. Mit mir als Oberbürgermeister wird es keine weiteren Steuererhöhungen geben – weder bei der Gewerbe- noch bei der Grundsteuer. Vielmehr gilt es, alle freiwilligen Aufgaben und Ausgaben der Verwaltung kritisch auf ihre Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und rechtliche Verpflichtung hin zu überprüfen.

In den vergangenen acht Jahren haben wir über 500 neue Stellen in der eigenen Verwaltung geschaffen und besetzt. Mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation der Stadt setze ich mich konsequent für Einsparungen im Personalbereich ein. Eine aufrichtige Aufgabenkritik bietet hier erhebliche Spielräume, die es zu nutzen gilt – ausdrücklich ohne Entlassungen.

Was wir brauchen, ist eine effizientere Verwaltung, die weniger kostet und den Bürgerinnen und Bürgern mehr bietet. Als Stadt Göttingen stehen wir mit unseren Dienstleistungen im direkten Wettbewerb mit anderen Kommunen. Wir müssen Prozesse bündeln und Strukturen schlanker gestalten.

Hierzu müssen sich unsere Dienste und Abläufe gezielt an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Die Vergabe von Terminen und die Ausstellung von Dokumenten dürfen sich bei einer Bevölkerung, die mehrheitlich in „klassischen“ Arbeitsverhältnissen steht, nicht auf den Vormittag beschränken. Wir brauchen antizyklische Modelle, eine Verschlankung der Hierarchien, die Zusammenlegung von Aufgabenbereichen und eine konsequente Digitalisierung – insbesondere im Bürgerbüro.

Ich setze deshalb auf klare Zuständigkeiten, effiziente Abläufe und eine ehrliche Aufgabenprüfung. Mein Ziel ist eine moderne Verwaltung, die Kosten senkt und gleichzeitig den Service verbessert – durch intelligente Organisation und mutige Entscheidungen.

Göttingen ist eine Sportstadt mit internationaler Strahlkraft. Als Oberbürgermeister bekenne ich mich unmissverständlich zur BG Göttingen. Der Basketball ist unser sportliches Aushängeschild, das weit über die Stadtgrenzen hinaus positiv besetzt ist und eine besondere Anerkennung verdient. Dies steht keineswegs im Widerspruch zur Förderung des Breitensports – im Gegenteil: Spitzensport und Breitensport bedingen einander.

Die Förderung von Sport und Ehrenamt ist für mich eine soziale Verpflichtung. Sie vermittelt in besonderer Weise Verantwortung und Zusammengehörigkeit. Jede Göttingerin und jeder Göttinger muss die Möglichkeit haben, sich sportlich zu betätigen oder ehrenamtlich zu engagieren. Daher sind der Erhalt und die gezielte Optimierung unserer Sport- und Freizeitanlagen sowie der Neubau notwendiger Hallenkapazitäten unerlässlich. Mein Ziel ist klar: Die Nutzung von Sporthallen und -plätzen für Vereine muss kostenlos bleiben, während wir gleichzeitig die Öffnung von Anlagen für Individualsportler vorantreiben.

Im Mittelpunkt steht für mich die Stärkung des Ehrenamts. Wir müssen weg von der Bevormundung, hin zu mehr Vertrauen: Vereine sollen künftig eigenständig über die Abrufung und Verteilung ihrer Fördergelder entscheiden können. Aus meiner Erfahrung als Ratsherr weiß ich, dass wir das Wachstum unserer Vereine oft durch unnötige Bürokratie und kostspielige Parallelstrukturen bremsen. Es zeigt sich immer wieder, dass Vereine viele Aufgaben effizienter organisieren können als die GöSF. Als Oberbürgermeister werde ich Wege ebnen, um Verantwortung auf die Vereine zu übertragen, ohne sie zu überlasten – ein Modell, das sich im Kita-Bereich bereits erfolgreich bewährt hat.

Sicherheit ist die Grundlage für Lebensqualität. Doch auch in Göttingen wächst in bestimmten Bereichen ein spürbares Unsicherheitsgefühl. Wir müssen den Rechtsstaat konsequent durchsetzen. Gerade in der nördlichen Innenstadt gilt es, Präsenz zu zeigen. Ich begrüße daher ausdrücklich die Einführung einer Waffenverbotszone für gezielte Kontrollen.

Ebenso unverzichtbar ist eine moderne Feuerwehr. Der Ausbau der Feuerwehrhäuser und eine erstklassige Ausrüstung sind angesichts neuer infrastruktureller Gefahren eine Pflichtaufgabe. Zudem ist Sauberkeit ein entscheidender Faktor: Vermüllung beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl massiv. Wir dürfen daher nicht bei den Entsorgungszyklen sparen.

Als Oberbürgermeister werde ich den Stadtordnungsdienst zu einer modernen Stadtwache nach dem Vorbild anderer niedersächsischer Städte (wie Hannover oder Braunschweig) ausbauen. Eine verstärkte Präsenz – insbesondere in der Innenstadt und den Wallanlagen – steigert das Sicherheitsempfinden, bietet schnelle Hilfe bei Unfällen und verhindert Straftaten im Keim.

Kultur ist ein zentraler Bestandteil der Identität und Lebensqualität unserer Stadt. Viele Kultureinrichtungen arbeiten unter schwierigen finanziellen Situationen: Sie leisten mit wenig Geld viel Kultur! Damit ihre Arbeit dauerhaft fortgesetzt werden kann, ist ihre Planungssicherheit eine unabdingbare Voraussetzung. Gleichzeitig muss ehrlich geprüft werden, was unter den aktuellen Bedingungen finanziell möglich ist. Für viele Kulturschaffende sind die Veranstaltungshallen in Göttingen zu teuer. Wenn wir ihnen den Raum wegnehmen, bringt uns eine Stadthalle nichts, dann ist sie ihren Namen nicht wert. Für die eigenen lokalen Kulturschaffenden muss es ein Kontigent geben, bei dem es andere Preise gibt – bezahlbare Preise vielleicht zum Selbstkostenpreis. Mit mir als Oberbürgermeister wird es dieses Kontingent geben, bei dem ein Haustarif für karikative Ideen und örtliche Kulturschaffende gilt.

Für mich steht fest, dass unsere Kulturlandschaft ein modernes Deutsches Theater bekommen muss. Ich begrüße deshalb die neu angesetzte Sanierung in drei Abschnitten. Als Oberbürgermeister sehe ich die Sanierung auch als Investition in den Standort Göttingen, die jedoch von Bund, Land und Stadt gleichermaßen geschultert werden muss.

Mit einer durch die CDU angestrebten Kulturentwicklungsplanung gilt es außerdem die notwendige Transparenz und Orientierung zu schaffen, um kulturpolitische Entscheidungen künftig fundiert und gemeinsam treffen zu können. Als Oberbürgermeister will ich den Prozess um die Erarbeitung eines Kulturentwicklungsplans kritisch begleiten und mit den Ergebnissen eine wichtige Grundlage dafür bilden, wie die Förderung und die Angebote der kulturellen Institutionen langfristig weiterentwickelt werden.

Mehrheitlich haben die Göttingerinnen und Göttinger für den Radentscheid I gestimmt, den es als Oberbürgermeister weiter umzusetzen gilt. Fest steht aber auch, dass hiervon bisher nicht alle Stadtteile profitiert haben. Mit einem sinnvollen Investitionsprogramm will ich mich dafür einsetzen, dass im weiteren Verlauf alle Ortsteile berücksichtigt und durch ein Radwegenetz miteinander verbunden werden. 

Es muss jedoch klar benannt werden, dass das Fahrrad nicht das einzige Verkehrsmittel in unserer Stadt ist, sondern Fußgänger, Autofahrer und der ÖPNV ebenso den Anspruch auf ein gut funktionierendes Straßen- und Verkehrsnetz haben. Insbesondere als Oberzentrum und als Einzugsgebiet von tagtäglich mehreren tausend Pendlern sowie für die Bewohnerinnen und Bewohnern der äußeren Stadtgebiete müssen wir der Verantwortung einer guten Erreichbarkeit gerecht werden. 

Klar ist, dass es mit mir keine Verschlechterung des ÖPNV-Angebots geben wird. Das bedeutet vor allem eine zuverlässige Verbindung in die Innenstadt für alle Stadtteile. Klar ist aber auch, dass so lange wir kein besseres Busangebot haben, auch Parkplätze zwingend erhalten bleiben müssen. Wenn wir also Parkplätze entnehmen, gilt es diese an anderer Stelle zu schaffen. Bei den Planungen etwa zur Goetheallee sehen wir, was die Verringerung von Parkplätzen auch auf der Einnahmeseite der Stadt verursachen kann. Ein zusätzliches Parkhaus für die Innenstadt ist mir deshalb ein großes Anliegen. 

Unsere Innenstadt steht mit Städten wie Kassel und Hannover in einem harten Wettbewerb. Hierzu zählen nicht nur klassische Einkaufmöglichkeiten von Kleidung, Waren und gastronomischen Angeboten, sondern auch Aufenthaltsmöglichkeiten und deren Qualität. Einige Geschäfte haben in den letzten Jahren der Innenstadt bereits den Rücken gekehrt und haben Leerstand oder Monostrukturen hinterlassen. Viele Menschen fühlen sich zudem in bestimmten Bereichen der Innenstadt nicht mehr wohl, insbesondere am Abend oder in der Nacht. Das schadet nicht allein dem individuellen Wohlbefinden, sondern auch dem Geschäft des Innenstadthandels. Darüber hinaus leiden viele Gewerbetreibenden unserer Innenstadt unter der anhaltenden misslichen Wirtschaftslage aber auch noch immer zum Teil unter den Folgen der Pandemie. 

Bei vielen Maßnahmen der Stadt fühlen sich zahlreiche Händlerinnen und Händler nicht gehört und vor allem nicht genug informiert. Zudem gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen ruhiger Innenstadt und belebter Fußgängerzone. Wir brauchen ein attraktives Angebot für alle Verkehrsteilnehmer, um unsere Innenstadt gut zu erreichen. 

Zusammen mit den Gewerbetreibenden der Innenstadt, will ich deshalb ein Konzept zur Entwicklung unserer Innenstadt für die nächsten zehn Jahre erarbeiten, das am Ende Göttingen insgesamt als Standort stärkt. Dazu gehören auch Maßnahmen im Sicherheits- und Ordnungsbereich. 

Immer mehr Schulen stehen vor Herausforderungen, die sie allein nicht mehr bewältigen können. Seit Jahren mehren sich Rückmeldungen aus Schulen, die gravierende Probleme schildern – von Überlastung über Personalmangel bis hin zu unzureichende Unterstützung in inklusiven und sozialen Fragen. Als Schulträger will ich, dass die Stadt Göttingen hier in die notwendige Kommunikation mit den Schulen geht und zusammen mit der Verwaltung unterstützt. Die Schulen erwarten zurecht eine lösungsorientierte Begleitung und eine klare Perspektive. Eine funktionierende Schulpolitik ist die Aufgabe des Landes Niedersachsen. Als Stadt könne wir aber weitaus mehr Initiative zeigen, was sich insbesondere bei der Umsetzung des Ganztagsangebots und die damit verbundene Aufklärung von Eltern, Kindern und Lehrenden zeigt. 

Weiter hat sich gezeigt, dass die Abschaffung der Haupt- und Realschulen ein großer Fehler war und eine echte Lücke in der Göttinger Schullandschaft hinterlassen hat. Die Einführung der neuen Oberschule ist deshalb ein wichtiger Meilenstein. Sie wird ein zusätzliches Angebot schaffen und für ausreichend Schulplätze sorgen. Als Oberbürgermeister will ich mich dafür einsetzen, dass eine starke Berufsorientierung fest im Schulprofil verankert wird.

Seit Jahren wird im Baubereich geklagt, dass zu wenig Personal vorhanden sei. Das Problem hierbei ist aber nicht, dass die entsprechenden Stellen fehlen, sondern die Bewerberinnen und Bewerber. Die Attraktivität unserer Stadt ist maßgeblich dafür, ob Menschen hier leben wollen. Dazu zählt die Verfügbarkeit von Wohnraum, bei deren Beschaffung wir aktuell noch sehr hohe Hürden haben. Zudem haben die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik den Auftrag, Gewerbegebiete innerhalb des Stadtgebiets auszuweisen – ein Kataster anzulegen, das wirklich brauchbar ist. Ziel muss es sein, vorhandene Flächen zu nutzen, bevor neue versiegelt werden.

Viele Verfahren dauern zu lange, sind zu kompliziert und binden enorme Verwaltungsressourcen. Das hemmt Investitionen, belastet Handwerksbetriebe und verzögert wichtige Projekte. Ziel muss es sein, Planungs-, Genehmigungs-, und Vergabeverfahren zu vereinfachen, um kommunale Projekte schneller umzusetzen und im besten Fall auch noch gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken. Als Stadt Göttingen müssen wir die eigenen Handlungsspielräume nutzen, um Vergabe-, Planungs-, und Genehmigungsprozesse effizienter zu gestalten – im Sinne von Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft. 

Wir müssen weg von einer Mentalität des Absicherns und hin zu einer Kultur des Machens. Mit mir als Oberbürgermeister kann die Stadt Göttingen hier mit gutem Beispiel vorangehen. 

Wir brauchen in Göttingen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu gehört ein flächendeckender Ausbau von wohnortnahen, aber auch bezahlbaren Kinderbetreuungsplätzen sowie eine verlässliche Betreuung bis 17 Uhr.  In einem ersten Schritt gilt es für mich auch hier Bürokratie abzubauen und die Anmeldung von Krippen und Kita-Plätzen verständlicher und einfacher zu gestalten. In einem zweiten Schritt muss die Stadtverwaltung prüfen, inwiefern Verbesserung der Entgeltordnung und damit eine Entlastung von Familien mit Kindern möglich wäre. Ebenso strebe ich eine Wiederaufnahme des Programms "früher Kita-Einstieg" an, das vor allem Kinder aus benachteiligten Familien unterstützt. Die Verantwortung für die Fortsetzung entsprechender Programme sehe ich insbesondere bei Bund und Land.

Göttingen muss klimaneutrale Stadt werden. Hierfür verfolge ich den weiteren Ausbau von Photovoltaik, Solarthermie sowie die Dach- und Fassadenbegrünung bei allen geeigneten städtischen Gebäuden. Ebenso plane ich weiter einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Heizungen in allen kommunalen Gebäuden und setze auf einen stärkeren Ausbau des Fernwärmenetzes. Ein langfristiges Ziel wird es sein, alle Schulen, Kitas und Sporthalle als Investition in Bildung und Klimaschutz gleichermaßen, energetisch zu sanieren. Im Zuge einer weiteren Bebauung unseres Stadtgebiets gilt grundsätzlich, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Verdichtung im Bestand und Schließung von Baulücken. Bestehende Baugebiete müssen zudem fertiggestellt werden. 

Aufgrund der in der jüngeren Vergangenheit mehrfachen Fällung von Bäumen – etwa auf der Weender Straße, Am Kornmarkt oder auch dem Godehardkreisel - und im Hinblick auf die stetig steigenden Temperaturen, mache ich mir den Schutz und Ausbau von Grünflächen, Bäumen und Frischluftschneisen zur Aufgabe. An verschiedenen Stellen wird hierfür auch eine Entsiegelung von Flächen nötig sein. So gelingt es uns, das Klima abzumildern und für die nötigen Schatten- und Schutzzonen zu sorgen. 

Klimaschutz kann nur dann gelingen, wenn wir die Menschen bei jedem Schritt mitnehmen. Das bedeutet: Umfassende Information und echte Alternativen. Dabei müssen wir stets anstreben, dass die klimafreundlichste Lösung auch die wirtschaftlich attraktivste ist.

Zudem ist es entscheidend, die Interessen aller Betroffenen – etwa beim Ausbau der Windkraft – ernst zu nehmen und aktiv einzubinden. Am Ende darf Klimaschutz nicht als Verzicht oder Einschränkung wahrgenommen werden. Er ist vielmehr eine Chance: für mehr Lebensqualität, zukunftssichere Arbeitsplätze und eine gerechtere Gesellschaft.

Die Universitätsmedizin Göttingen bildet gemeinsam mit den leistungsstarken Kliniken in freier und privater Trägerschaft einen der bedeutendsten Gesundheitsstandorte in ganz Niedersachsen. Dieses enorme Potenzial will ich künftig noch enger mit der Stadtentwicklung verzahnen. Mein Ziel ist eine starke Allianz für die Gesundheit, die auf einer engen Kooperation zwischen der Stadt, der UMG, den Fachkliniken und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten basiert. Nur durch dieses Zusammenspiel können wir sicherstellen, dass kein Stadtteil medizinisch abgehängt wird und die Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger in der Fläche verlässlich bleibt. Besonders im Bereich der psychischen Gesundheit sehe ich dringenden Handlungsbedarf, da die Belastungen in allen Lebensbereichen spürbar zunehmen. Hier setze ich mich für niedrigschwellige Beratungsangebote ohne bürokratische Hürden, schnellere Hilfe in Krisensituationen und eine effektive Vernetzung zwischen der stationären Behandlung und der ambulanten Nachsorge ein.

Mit Blick auf die Problemimmobilien in unserer Stadt gilt es, alle uns zur Verfügung stehenden gesetzlichen Instrumente konsequent zu nutzen. Dabei müssen wir Vermieter bei Themen wie Heizung und Hygiene sowie Mieter bei gesetzeswidrigem Handeln gleichermaßen in die Pflicht nehmen. Im Hagenweg ist es uns durch den gezielten Ankauf von Wohnungen bereits gelungen, wieder echte Zukunftsaussichten für die Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen. Auch der Kauf der Mehrheitsanteile in der Groner Landstraße 9 durch einen Investor stimmt zuversichtlich und wird von uns aufmerksam verfolgt. Hinsichtlich des Iduna-Zentrums muss die Stadtverwaltung nun alles daransetzen, rechtzeitig einer akuten Verschlechterung der Zustände gegenzusteuern und proaktiv einzugreifen, bevor sich die Situation weiter zuspitzt.

Göttingen zählt zu den anerkanntesten Wissenschaftsstandorten des Landes. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, ist es entscheidend, unsere Stadt als integrierten Forschungs- und Lebensstandort stetig weiterzuentwickeln. Als Oberbürgermeister strebe ich eine gemeinsame Strategie mit der Universität, den Max-Planck-Instituten, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie allen weiteren Forschungseinrichtungen vor Ort an, die Themen wie Flächenplanung, Wohnraum und Mobilität eng miteinander verzahnt. Dabei wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende und Forschende aus aller Welt eine der zentralen Herausforderungen sein. Ebenso wichtig ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur, wozu insbesondere erstklassige Radwegeverbindungen zum Campus und zu den Forschungsinstituten sowie ein verbessertes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr gehören. Um Göttingen zudem als internationalen Wissenschaftsstandort von Weltrang zu stärken, setze ich auf eine konsequente Vereinfachung und Modernisierung der Verwaltungsprozesse im Neuen Rathaus.

Durch die enge Zusammenarbeit im Göttingen Campus verfügt unsere Stadt über ein enormes Innovationspotenzial, das wir gezielt nutzen müssen. Hierfür gilt es, Ausgründungen aus der Forschung verstärkt zu fördern, indem wir neue Innovationsflächen und weitere Co-Working-Räume schaffen. Eine enge Vernetzung zwischen der Universität, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen, dem Mittelstand und jungen Startups ist dabei unerlässlich. Letztlich sind die Wissenschaft und die Forschung der entscheidende Wirtschaftsfaktor für Göttingen. Sie sichern hochwertige Arbeitsplätze, ermöglichen eine fruchtbare Kooperation zwischen der Universitätsmedizin und der Gesundheitswirtschaft und fördern die Ansiedlung forschungsnaher Unternehmen in unserer Region.

Social Media

Weitere Einblicke

Kontakt

Dr. Ehsan Kangarani
Bürgerbüro
Reinhäuser Landstraße 5
37083 Göttingen

mailkontakt(at)kangarani.de 

phone 0551 – 79747296

Kontaktformular

Schön, dass Sie sich melden! Ich möchte wissen, was Sie in Göttingen bewegt. Schreiben Sie mir gerne Ihr Anliegen – ich lese Ihre Nachricht und wir antworten zeitnah.